Baselitz, Georg
*1938

Trauriger Gelber, 1982

Öl auf Leinwand
250 x 200 cm


Erworben 1987

Gestiftet von den Freunden der Kunstsammlung im Jahr 1987 © Georg Baselitz

Indem Georg Baselitz seit 1969 die Motive seiner Bilder auf den Kopf stellt, fand er einen neuen Weg zur Verschränkung von Form- und Sachinhalten und verdeutlichte, dass der Bildraum immer ein künstlicher ist, in dem eigene Gesetzmäßigkeiten vorherrschen. Trauriger Gelber entstammt der Zeit, als sich Baselitz neben seiner Malerei erneut intensiv der bildhauerischen Arbeit an Figuren und Köpfen zuwandte. 

1986 nutzte Baselitz die unterschiedlichen Motive – Brücke, Baum, Pferd, Adler, Haus, Krug, Haufen, Kopf – vor allem als Anlass für eine Malerei, in der Figur und Grund miteinander verzahnt werden. In lockerer Reihung sind in dem zweiten, ebenfalls über die FREUNDE in die Sammlung gekommene Werk vereinzelte, wie verkapselt wirkende Elemente in den weißen Grund eingebettet. Sie scheinen um den Kopf im Zentrum des Bildes zu kreisen, manche überschneiden zudem den Rand der Leinwand. 

Beide Bilder wurden dem Museum – vermittelt durch den Freundeskreis – von einem Stifter geschenkt.

By turning the motifs of his paintings upside-down since 1969, Georg Baselitz discovered an innovative way of interweaving formal and thematic contents and demonstrated that pictorial space is always an artificial space with its own laws. Trauriger Gelber (Sad Yellow Man) comes from the time when Baselitz, in addition to his painting, once again turned intensively to sculptural work on figures and heads. 

In 1986, Baselitz used various motifs—bridge, tree, horse, eagle, house, jug, heap, head—primarily as the occasion for a painting in which figure and ground become intertwined. In this second work, which also entered the collection thanks to the Friends, isolated, seemingly encapsulated elements are embedded in the white ground in a loose sequence. They appear to circle around the head in the center of the composition, with some overlapping the edge of the canvas.

Both paintings were donated to the museum—mediated by the Friends—by a private patron.

Brücke, Baum, Pferd, Adler, Haus, Krug, Haufen, Kopf, 1986

Öl auf Leinwand
253 x 209 cm


Erworben 1988

Gestiftet von den Freunden der Kunstsammlung im Jahr 1988 © Georg Baselitz

Indem Georg Baselitz seit 1969 die Motive seiner Bilder auf den Kopf stellt, fand er einen neuen Weg zur Verschränkung von Form- und Sachinhalten und verdeutlichte, dass der Bildraum immer ein künstlicher ist, in dem eigene Gesetzmäßigkeiten vorherrschen. Trauriger Gelber entstammt der Zeit, als sich Baselitz neben seiner Malerei erneut intensiv der bildhauerischen Arbeit an Figuren und Köpfen zuwandte. 

1986 nutzte Baselitz die unterschiedlichen Motive – Brücke, Baum, Pferd, Adler, Haus, Krug, Haufen, Kopf – vor allem als Anlass für eine Malerei, in der Figur und Grund miteinander verzahnt werden. In lockerer Reihung sind in dem zweiten, ebenfalls über die FREUNDE in die Sammlung gekommene Werk vereinzelte, wie verkapselt wirkende Elemente in den weißen Grund eingebettet. Sie scheinen um den Kopf im Zentrum des Bildes zu kreisen, manche überschneiden zudem den Rand der Leinwand. 

Beide Bilder wurden dem Museum – vermittelt durch den Freundeskreis – von einem Stifter geschenkt.

By turning the motifs of his paintings upside-down since 1969, Georg Baselitz discovered an innovative way of interweaving formal and thematic contents and demonstrated that pictorial space is always an artificial space with its own laws. Trauriger Gelber (Sad Yellow Man) comes from the time when Baselitz, in addition to his painting, once again turned intensively to sculptural work on figures and heads. 

In 1986, Baselitz used various motifs—bridge, tree, horse, eagle, house, jug, heap, head—primarily as the occasion for a painting in which figure and ground become intertwined. In this second work, which also entered the collection thanks to the Friends, isolated, seemingly encapsulated elements are embedded in the white ground in a loose sequence. They appear to circle around the head in the center of the composition, with some overlapping the edge of the canvas.

Both paintings were donated to the museum—mediated by the Friends—by a private patron.