Uecker, Günther
*1930

Auswahl

Zwischen Hell und Dunkel, 1983

Nägel, Acryl auf Leinwand auf Holz, 2-teilig
je 150 x 150 cm


Erworben 1984

Gestiftet von den Freunden der Kunstsammlung im Jahr 1984 © VG Bild-Kunst, Bonn

Hell und Dunkel, ein uraltes Motiv der bildenden Kunst: Es ist die fortwährende Auseinandersetzung der Künstler mit dem Licht. Es ist aber auch der Gedanke an die Dualität allen Seins, dem man in fast allen Kulturen begegnet. Günther Uecker bringt das auf eine sehr einfache „Formel“: zwei um ihren Mittelpunkt kreisende Spiralen, die eine dunkel, die andere hell. Als Material dient ihm – neben etwas Farbe auf dem rohen Grund – sein Universalmaterial, der Nagel, der hier kreisende Linien beschreibt, so wie bei Fontana der Schnitt des Messers die Geraden. Bei Uecker verbindet sich die Materialität des Nagels mit der angestrebten Idealität des Bildes. Die Künstler von ZERO, zu denen Uecker zeitweilig gehörte, setzten nach 1960 dem Nouveau Réalisme ihrer Freunde in Paris einen „neuen Idealismus“ entgegen. Ueckers zweiteiliges Objekt wurde 1984 von den Freunden erworben.

Lightness and darkness, an age-old motif in the visual arts: artists’ perpetual preoccupation with light. It also represents the concept of the duality of all existence that one encounters in nearly every culture. Günther Uecker reduces this to a very simple “formula”: two spirals that rotate around themselves, one dark, the other light. As material, he uses—in addition to a little paint on the unprimed ground—his universal material, the nail, which here describes circling lines, just as, with Fontana, the cut of the knife describes straight lines. Uecker combines the materiality of the nail with the aspired ideality of the image. After 1960, the artists of the ZERO group, to which Uecker once belonged, countered the Nouveau Réalisme of their friends in Paris with a “new idealism.” Uecker’s two-part object was acquired by the Friends in 1984.

Tisch, 1963

Eichenholz und Nägel, weiß gespritzt
80 x 65 x 65 cm


Foto: Walter Klein, Düsseldorf, © VG Bild-Kunst, Bonn