Fritsch, Katharina
*1956

1956 geboren in Essen
1977–84 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf; Meisterschülerin bei Fritz Schwegler
1984 erste Ausstellung in der Galerie Rüdiger Schöttle, München; Teilnahme an der Gruppenausstellung „Von hier aus – Zwei Monate neue deutsche Kunst in Düsseldorf“ in der Messe Düsseldorf
1987 Einzelausstellung im Kaiser Wilhelm Museum, Krefeld; Teilnahme an „Skulptur.Projekte in Münster“
1988 Einzelausstellung in der Kunsthalle Basel
1993–94 erste Einzelausstellung in den USA im Dia Centre for the Arts, New York
1995 Deutscher Pavillon der „46. Biennale“ von Venedig zusammen mit Martin Honert und Thomas Ruff
1996 erste Einzelausstellung in der Matthew Marks Gallery, New York; Kunstpreis der Stadt Aachen mit einer damit verbundenen Ausstellung im Ludwig Forum, Aachen
1996–1997 Einzelausstellungen im San Francisco Museum of Modern Art und im Museum für Gegenwartskunst Basel
1999 Teilnahme an der „48. Biennale“, Venedig
2001–2010 Professur für Bildhauerei an der Kunstakademie Münster
2001/2002 Einzelausstellung in der Tate Modern, London mit Folgestation im K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
2009 Retrospektive im Kunsthaus Zürich mit Folgestation in den Deichtorhallen, Hamburg
2010 Professur für Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf; Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und Künste
2011 Teilnahme an der „54. Biennale“, Venedig; Ausstellung „Figure in the Garden“ im Skulpturengarten des Museum of Modern Art, New York
2013 schafft die Skulptur „Hahn“ für die vierte Plinthe auf dem Trafalgar Square, London
2014 Kunstpreis der Landeshauptstadt Düsseldorf

Katharina Fritsch lebt und arbeitet in Düsseldorf

Mann und Maus, 1991/92

Edition 1/2, Polyester, Farbe, Stahl
240 x 130 x 225 cm


©Katharina Frisch, VG Bild-Kunst, Bonn 2020, Foto: Nic Tenwiggenhorn ©VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Die Plastik von Katharina Fritsch „Mann und Maus“ erscheint wie ein real gewordener Albtraum. Eine riesige schwarze Maus thront auf einem Bett, in dem ein Mann zu schlafen scheint. Das Bett steht für den Zyklus des Lebens, Zeugung, Geburt, Krankheit und Tod. 

Wir verbringen die Nächte darin und begeben uns mit unseren Träumen in die Welt des Unbewussten. Grundlage aller Arbeiten der 1956 in Essen geborenen Künstlerin sind verschiedenartige innere Bilder, die aus frühsten Erinnerungen stammen können. Fritsch verwandelt unsere Gefühle in Urbilder. Sie entstammen einer Welt, die in einem parallelen Verhältnis zu unserer Alltagswelt steht und die sich aus Bildern und Erfahrungen zusammensetzt, die man im Laufe seines Lebens gesammelt hat. Das Sinnbild Mann und Maus könnte man auch als gescheiterte Liebesbeziehung begreifen, so die Künstlerin. All ihre Werke erzeugen allgemeingültige, klare Bilder, die Kraft und Bedeutung besitzen und sich zwischen den Bereichen des Privaten und des Allgemeinen, des Subjektiven und des Kollektiven bewegen.