M’barek, Pauline
*1979

Semiophoren, 2013

Video, HD, Schwarzweiß, Ton
Dauer: 14:28 Min.


Erworben 2014 von der Stiftung Junge Kunst e.V.

Erworben durch die Stiftung Junge Kunst im Jahr 2014 © Pauline M’barek

In einem dunklen, unbestimmten Raum sind zwei Hände sichtbar, bekleidet mit leuchtend weißen Handschuhen. Sorgfältig tastend, und leise hörbar, bewegen sie sich, erspüren die Ränder und Konturen von geschwärzten Gegenständen, die nur vor dem Weiß des Handschuhs für einen Moment sichtbar werden. Die Objekte wie der Raum sind durch die Verschränkung der Sinne Sehen, Tasten und Hören erfahrbar, werden sichtbar und bleiben doch unsichtbar. Den Titel, Semiophoren, hat die Künstlerin bei dem Museumstheoretiker Krystof Pomian entliehen. Dieser bezeichnet damit Dinge, die erst im Kontext des Museums zu Trägern von Bedeutung jenseits ihres rein materiellen Nutzwerts werden. Die Video-Arbeit wurde von der Stiftung Junge Kunst 2014 erworben.

Visible in a dark, undefined space are two hands wearing bright white gloves. Carefully groping and faintly audible, they move about, feeling the edges and contours of blackened objects that only become visible for a brief moment in front of the gloves’ whiteness. Like the space, the objects can be experienced through the interweaving of the senses of sight, touch, and hearing; they become visible and yet remain invisible. The artist has appropriated the title, Semiophores, from the museologist Krzysztof Pomian, who uses this term to describe things that only become bearers of meaning beyond their purely material utility in the context of the museum. The video work was acquired by the Stiftung Junge Kunst in 2014.