M’barek, Pauline
*1979

1979 geboren in Köln
2000–2007 Studium an der Hochschule für bildende Künste Hamburg
2007 erhält Karl H. Ditze-Preis für bestes Diplom
2003–2004 Studium an der École Supérieure des Beaux-Arts, Marseille
2008–2010 Postgraduales Studium Kunsthochschule für Medien, Köln
2010 wird ausgezeichnet mit dem Spiridon Neven-DuMont-Preis
2011 erhält Projektförderung der Kunststiftung NRW
2013 Stipendium der Stiftung Kulturfonds der neuen Bundesländer
2014–2016 Karl Schmidt-Rottluff Stipendium
2018 Teilnahme am Mentoring-Programm der Universität der Künste, Berlin
2019–2021 nimmt teil am Dorothea-Erxleben Programm der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig
2019 lehrt Performance Art an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig

Pauline M’Barek lebt und arbeitet in Köln

Semiophoren, 2013

Video, HD, Schwarzweiß, Ton
Dauer: 14:28 Min.


Erworben 2014 von der Stiftung Junge Kunst e.V.

Erworben von der Stiftung Junge Kunst im Jahr 2014 © Pauline M’barek

In einem dunklen, unbestimmten Raum sind zwei Hände sichtbar, bekleidet mit leuchtend weißen Handschuhen. Sorgfältig tastend, und leise hörbar, bewegen sie sich, erspüren die Ränder und Konturen von geschwärzten Gegenständen, die nur vor dem Weiß des Handschuhs für einen Moment sichtbar werden. Die Objekte wie der Raum sind durch die Verschränkung der Sinne Sehen, Tasten und Hören erfahrbar, werden sichtbar und bleiben doch unsichtbar. Den Titel, Semiophoren, hat die Künstlerin bei dem Museumstheoretiker Krystof Pomian entliehen. Dieser bezeichnet damit Dinge, die erst im Kontext des Museums zu Trägern von Bedeutung jenseits ihres rein materiellen Nutzwerts werden. Die Video-Arbeit wurde von der Stiftung Junge Kunst 2014 erworben.

Visible in a dark, undefined space are two hands wearing bright white gloves. Carefully groping and faintly audible, they move about, feeling the edges and contours of blackened objects that only become visible for a brief moment in front of the gloves’ whiteness. Like the space, the objects can be experienced through the interweaving of the senses of sight, touch, and hearing; they become visible and yet remain invisible. The artist has appropriated the title, Semiophores, from the museologist Krzysztof Pomian, who uses this term to describe things that only become bearers of meaning beyond their purely material utility in the context of the museum. The video work was acquired by the Stiftung Junge Kunst in 2014.