Hirschhorn, Thomas
*1957

1957 geboren in Bern
1978–83 Schule für Gestaltung, Zürich
1992 erste Einzelausstellung im L’Hôpital Ephémère, Paris
1998 Einzelausstellung in der Kunsthalle Bern; Museum Ludwig, Köln; Portikus, Frankfurt am Main
1999 Teilnahme an der „48. Biennale“, Venedig
2002 Teilnahme an der „documenta 11“, Kassel
2004 Joseph Beuys-Preis, Basel
2005 Einzelausstellung in der Pinakothek der Moderne, München
2011 Kurt-Schwitters-Preis; Hannover; Teilnahme an der „54. Biennale“, Venedig
2018 Ausstellung in der Villa Stuck, München; erhält Meret-Oppenheim-Preis

Thomas Hirschhorn lebt und arbeitet in Paris

Intensif-Station, 2010

Installation
6,5 x 18,1 m


©Thomas Hirschhorn, VG Bild-Kunst, 2020, Foto: Achim Kukulies, Düsseldorf

Fünf Großskulpturen umfasst die Installation „Intensif-Station“ des Schweizer Künstlers Thomas Hirschhorn. Eine von ihnen ist „Two Families“, die seit 2004 zum Bestand der Kunstsammlung gehört. Sie bildet den Ausgangspunkt der gewaltigen Raumarbeit, die sich über mehrere Räume erstreckt. 

Die einzelnen Großskulpturen stehen aneinandergereiht in Boxen, deren Ästhetik und Ausstattung an Krankenzimmer erinnert. Plastiktische, Stühle, Lampen, Uhren und diverse Medizinutensilien sind mit braunem Klebeband fixiert. Mit unbehandelten Holzpfosten, Sprühfarbe und Stoffwänden verwendet Hirschhorn bewusst billige, unästhetische Materialien, die symbolisch für Einmischung und Meinungsfreiheit stehen. Auch der Titel „Intensif-Station“ soll bewusst irritieren. Hirschhorn besteht darauf, dass seine „Arbeit keine ‚Intensiv-Station‘ ist – obwohl sich die Form dafür bewusst davon ableitet, ich will mit Intensif-Station eine neue Verantwortung, eine eigene Verantwortung schaffen, …“