Erben, Ulrich
*1940

1940 geboren in Düsseldorf
1956 lebt mit Unterbrechungen in Italien
1958–1965 Studium an den Akademien in Hamburg, Urbino, Venedig, München und Berlin
1966 erste Einzelausstellung in der Galleria Obelisco, Rom; Rückkehr nach Deutschland
1968 das erste  monochrome, weiß übermalte Bild entsteht
1971 Einzelausstellung in der Galerie m, Bochum
1972 Einzelausstellung in der Galerie Schmela, Düsseldorf
1974 Förderpreis für Bildende Kunst des Landes Nordrhein-Westfalen
1977 Teilnahmen an der „documenta 6“, Kassel
1980 bis 2015 Professur in der Abteilung Münster der Kunstakademie Düsseldorf (der heutigen Kunstakademie Münster)
1981 Einzelausstellung Kunsthalle zu Kiel und Kunsthalle Tübingen
1986 Konrad-Soest-Preis
1992 Einzelausstellung im Westfälischen Landesmuseum für Kunst- und Kulturgeschichte
2002 Einzelausstellung, Museum Kurhaus Kleve
2003 Retrospektive im Museum Wiesbaden; Preisträger des Otto-Ritschl-Preis
2007 Reise durch die Wüstenlandschaften Syriens
2011–2012 Einzelausstellung im MKM Museum Küppersmühle für moderne Kunst, Duisburg
2016 Einzelausstellung im Museum Goch, Goch
2019 Ausstellung „Ulrich Erben. Festlegung des Unbegrenzten“ im Josef Albers Museum Quadrat, Bottrop

Ulrich Erben lebt und arbeitet in Düsseldorf, Goch und Bagnoregio, Italien

Festlegung des Unbegrenzten, 2018

Acryl und Pigment auf Leinwand
170 x 250 cm


©Ulrich Erben, 2020, Foto: Achim Kukulies, Düsseldorf

Seit 2014 arbeitet Ulrich Erben an der Werkgruppe „Festlegung des Unbegrenzten“, in der jedes Gemälde eigenständig für sich steht. Das sanfte Zusammenspiel von Farbe, Linie, Raum und Licht baut der Künstler im Prozess des Malens auf. 

Durch seine präzise Linienführung entstehen so feine Nuancen des Farbverlaufs, sodass – aus der Ferne betrachtet – Sinnestäuschungen entstehen. Erbens Werke sind gebunden an die Zeit, kalkuliert und zugleich spontan, sie verändern permanent ihre Erscheinung, sind bewegt und bewegen, sie aktivieren das Sehen und das Denken. Sie sind Kondensate dessen, was der Maler wahrnimmt, die Farben, Formen, Emotionen und Ereignisse der Welt.

Festlegung des Unbegrenzten, 2015-2016

Acryl und Pigment auf Leinwand
150 x 220 cm


Erworben 2018

Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf

Ulrich Erbens Bilder, die ungegenständlichen wie auch die, die unverkennbar auf die gegenständliche Welt verweisen, zeugen von seiner „Auseinandersetzung mit der Welt“: Sie sind gebunden an die Zeit, kalkuliert und zugleich spontan, sie verändern permanent ihre Erscheinung, sind bewegt und bewegen, sie aktivieren das Sehen und das Denken. Sie sind Kondensate dessen, was der Maler gesehen hat, die Farben, Formen, Emotionen und Ereignisse der Welt.

Volker Rattemeyer hat 2003 die von Ulrich Erben hochgeschätzten Maler benannt: Giorgio Morandi, Arnulf Rainer, Mark Rothko, Jackson Pollock, Lucio Fontana, Cy Twombly, sie alle sind mit einem oder gar mehreren Werken in der Kunstsammlung vertreten. Der vom Gründungsdirektor Werner Schmalenbach gesetzte, nie aus dem Fokus geratene Schwerpunkt malerischer Positionen – „Bilder des 20. Jahrhunderts“ – wird durch den Erwerb der beiden Gemälde Ulrich Erbens im Jahr 2018 um eine gewichtige Stimme unserer Zeit bereichert.