Vor nahezu 50 Jahren wurde in Düsseldorf ein Museum gegründet, das heute eine einzigartige Auswahl an Werken des 20. und 21. Jahrhunderts besitzt. Gemälde von Pablo Picasso, Wassily Kandinsky oder von Jackson Pollock gehören, wie die Installationen von Joseph Beuys und Nam June Paik, zu den absoluten Höhepunkten. Neben diesen Arbeiten, die heute zu Ikonen der Kunst geworden sind, stehen viele weitere herausragende Beispiele aus der Klassischen Moderne, der amerikanischen Kunst nach 1945 sowie bedeutende Rauminstallationen, Fotografien und Film- und Videoarbeiten von zeitgenössischen Künstlern.
Heimliche Nationalgalerie
Die hohe Qualität der Bestände hat Kritiker dazu verleitet, die Kunstsammlung als ‚heimliche Nationalgalerie’ der Republik zu bezeichnen. Unabhängig davon, ob man in diese Huldigung einstimmen möchte, ist es dem Museum während seiner kurzen Geschichte gelungen, seinen Rang innerhalb der großen bundesdeutschen Sammlungen in Berlin, Bremen, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart und auch im internationalen Vergleich mit den großen Museen in Paris, London oder New York zu behaupten.
Neue Sammlungspräsentation
Die erste Sammlungspräsentation nach Wiedereröffnung der Kunstsammlung am Grabbeplatz folgt einem anderen Rhythmus: Durch eine neue Raumstruktur, in einer mäandrierenden Abfolge von Räumen, wird der Besucher viel direkter auf die Kunst hin geführt und begegnet den zurückgekehrten Werken der Landessammlung von Max Ernst, Picasso, Klee, Pollock, Beuys und Richter mit frischem Blick. Ergebnis ist eine puristische Präsentation, die den Aspekt des Musealen betont - mit Beruhigung, Dauer und Gültigkeit und mit der Gewissheit, das Vertraute wieder zu finden.
