Die Sammlung.
Befragen und Weiterdenken

6.7.2021 — 2023

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  • Pablo Picasso, Femme au miroir (Femme accroupie), 1937, (Frau vor dem Spiegel (Kauernde Frau), Öl auf Leinwand, 129,8 x 194,7 cm, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, © Succession Picasso / VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Walter Klein, Düsseldorf
  • Maria Helena Vieira da Silva, Les drapeaux, 1939, (Die Fahnen), Öl auf Leinwand, 80 x 140 cm, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf. © Foto: Walter Klein, Düsseldorf

„Was repräsentiert eine Sammlung?“ In einem neu eingerichteten Raum im K20 werden aktuelle Fragen an Schlüsselwerke der klassischen Moderne herangetragen. Zugleich werden einzelne Bilder, die im Besitz des Landesmuseums sind, näher vorgestellt und die Entstehung der Sammlung historisch eingeordnet. Zum Auftakt der Reihe treten Pablo Picassos „Frau vor dem Spiegel“ (1937) und Maria Helena Vieira da Silvas „Die Fahnen“ (1939) in einen Dialog. Im Gegenüber der Werke zeigt sich, nach welchen Maßstäben der Gründungsdirektor Werner Schmalenbach die Sammlung in den frühen 1960er Jahren aufgebaut hat.

Das Erbe Werner Schmalenbachs
Die Gründung der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
6.7.2021 – Ende 2021

Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen wurde im Jahr 1961 gegründet. Der Gründungsdirektor der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen – Werner Schmalenbach (1920–2010) – folgte der westlichen Kunstgeschichte bei dem Aufbau einer konzentrierten und exzellenten Sammlung für das neue Landesmuseums. Während seiner 28-jährigen Tätigkeit hat er eine Reihe außergewöhnlicher Gemälde zusammengetragen, die international zu den unumstrittenen Schlüsselwerken der europäischen und US-amerikanischen Kunst gehören. Zugleich schärfte Schmalenbach den Nachkriegskanon durch seine präzisen Erwerbungen. Sein Sammlungsaufbau ging einher mit einem klassischen Museumsentwurf, der eine lineare Entwicklung der Kunstgeschichte abbildete und ganz im Zeichen einer modernen Abstraktionsbewegung stand.

Für Schmalenbachs Verständnis der Moderne nahm Pablo Picasso (1881–1973) eine Schlüsselrolle ein. Der Maler fungierte als Synonym, Stellvertreter und Projektionsfläche für die vielfältigen Stilentwicklungen der Avantgarde. Umgekehrt erkannte Schmalenbach in Maria Helena Vieira da Silvas (1908–1992) Gemälden, dass die Malerei in der Sprache der Abstraktion eine bildliche Wirklichkeit evozieren konnte. Auch ihre Werke erfüllten die damals gültigen Maßstäbe und konnten Einzug in Schmalenbachs Sammlung der Moderne und Nachkriegskunst halten. Zudem war sie eine der wenigen Künstlerinnen, die im Kontext der Nouvelle École de Paris bekannt geworden ist und zu großen Ausstellungen wie der documenta I (1955) eingeladen wurde.

Im Rahmen von „Die Sammlung. Befragen und Weiterdenken“ werden folgende Kapitel gezeigt:

Im Wandel der Zeit
Zum Umgang mit kolonialen Vorstellungen und Traditionen
Ab Frühjahr 2022

Lücken und Leerstellen
Die wegweisenden Malerinnen der Moderne
Ab Sommer 2022

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