Lygia Pape. The Skin of ALL

19.3. — 17.7.2022

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  • Lygia Pape, „Divisor" ("Divider"), 1968; Performance at Museu de Arte Moderna, Rio de Janeiro, 1990 © Projeto Lygia Pape, photo: Paula Pape
  • “O Ovo” (“The Egg”) - 1967 Vintage black and white photograph © Projeto Lygia Pape
  • Lygia Pape, Manto Tupinambá (Tupinambá-Umhang), 1996/99, Fotografie in Lichtbox © Projeto Lygia Pape
  • “Ttéia 1C” - 2001/2016 Silver thread, wood, nails and light Installation view of ‘Lygia Pape’ at Hauser & Wirth London, 2016 © Projeto Lygia Pape Courtesy Projeto Lygia Pape
  • Lygia Pape im Atelier, 1959, Foto: Günther Pape © Projeto Lygia Pape

Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen widmet der brasilianischen Avantgarde-Künstlerin Lygia Pape (1927–2004) die erste umfangreiche Einzelausstellung in Deutschland. Unter dem Titel „The Skin of ALL“ wird das vielseitige, grenzüberschreitende Werk der Künstlerin vorgestellt, das sie über fünf Jahrzehnte entwickelte.

Lygia Pape war mit Lygia Clark und Hélio Oiticica eine der Schlüsselfiguren der neo-konkreten Bewegung der 1950er und 1960er Jahre in Brasilien. Ihr spezifisches Verständnis einer geometrischen Abstraktion hatte eine radikale Neukonzeption der konkreten-konstruktivistischen Kunst zur Folge. Neben ethischen und gesellschaftspolitischen Fragestellungen machte Lygia Pape ihre poetischen Arbeiten für experimentelle und alle Sinne mit einbeziehende Erfahrungen fruchtbar.

Mit „Lygia Pape. The Skin of ALL“ stellt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen erstmals in ihrer Geschichte eine brasilianische Künstlerin und ihr Werk ins Zentrum einer umfassenden Einzelausstellung. Berührungspunkte des Museums mit der Kunst und kulturpolitischen Landschaft Brasiliens gab es bereits früh: Im Zuge einer großen Welttournee (1966–1985) schickte die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen das bedeutende Konvolut von Arbeiten Paul Klees als kulturpolitische Botschaft eines neuen, demokratischen Nachkriegsdeutschlands auch nach Brasilien, nachdem es 1960 vom Land Nordrhein-Westfalen als Akt der Wiedergutmachung an einem von den Nationalsozialisten verfemten Künstler erworben worden war. In der Hochphase der Militärdiktatur wurde es 1972 zunächst im Museu de Arte Moderna do Rio de Janeiro (28.6.–14.8.1972) – wo Lygia Pape es wohl gesehen hat – und anschließend im Museu de Arte de São Paulo (20.8.–17.9.1972) gezeigt. Es brauchte jedoch 57 Jahre, bis die Kunstsammlung im Zuge des großen Recherche- und Ausstellungsprojekts „museum global. Mikrogeschichten einer exzentrischen Moderne“ (2018/19) ein Kapitel dem brasilianischen Modernismus widmete. 2020 gelang es der Kunstsammlung, das frühe Gemälde „Pintura“ (1953) von Lygia Pape zu erwerben, das damit in unmittelbare Nachbarschaft zu Werken ihrer europäischen und nordamerikanischen Zeitgenoss*innen in der ständigen Sammlung der Kunstsammlung rücken konnte.

Die Ausstellung im K20 umfasst neben abstrakt-geometrischen Gemälden, Zeichnungen, Reliefs, unikale Holzschnitte, zwei Ballettkompositionen, Gedichte genauso wie Filme, plurisensorische Experimente, kollektive Performances und immersive Rauminstallationen.

Eine Ausstellung der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit Projeto Lygia Pape.

  • In Zusammenarbeit mit

  • Medienpartner

  • Gefördert durch

Ausstellungsansichten

  • Lygia Pape, Installationsan-sicht K20, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen 2022, Foto: Achim Kukulies
  • Lygia Pape, Installationsan-sicht K20, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen 2022, Foto: Achim Kukulies
  • Lygia Pape, Installationsan-sicht K20, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen 2022, Foto: Achim Kukulies
  • Lygia Pape, links: Lingua apunhalada (Durchstochene Zunge) – 1968, Fotografie, Lichtbox; rechts: A mão do povo (Die Hände der Men-schen) – 1975, 16-mm-Film, digitalisiert, Farbe, Ton, Installationsansicht K20, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen 2021, Foto:
  • Lygia Pape, Livro do tempo (Buch der Zeit) (Detail) –1961–1963, Tempera und Acryl auf Holz, Installati-onsansicht K20, Kunst-sammlung Nordrhein-Westfalen 2021, Foto: Achim Kukulies
  • Lygia Pape, Installationsan-sicht K20, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen 2022, Foto: Achim Kukulies
  • Lygia Pape, Installationsan-sicht K20, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen 2022, Foto: Achim Kukulies
  • Lygia Pape, „Ttéia 1C“ – 2001/2016, silberner Faden, Holz, Nägel und Licht © Projeto Lygia Pape, Cour-tesy Projeto Lygia Pape, Installationsansicht K20, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen 2021, Foto: Achim Kukulies
Programm
  • TASTING ART

    Ab dem 2.6.

    Performance

    K20

Katalog

Publikation

Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher, von Susanne Gaensheimer und Isabelle Malz herausgegebener Katalog (deutsch/englisch).

448 Seiten
44,00 €

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40213 Düsseldorf

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Heinrich-Heine-Allee

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