Lebensraum für alle – Talk

Talks

So, 30.1., 11 – 13 Uhr

Open Space

© Foto Andreas Weber: Florian Büttner; Foto Eva von Redecker: Sophie Brand

Online-Talk im Livestream und mit Übertragung in den OPEN SPACE
Für den Livestream ist keine Anmeldung erforderlich. Sie finden den Link in Kürze hier.

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Hinweis: Die Veranstaltung muss leider ohne Eva von Redecker stattfinden.

Wie können wir unser die Umwelt zerstörendes Handeln überwinden und zu neuer Solidarität mit allen Lebewesen gelangen? Wie müssen wir uns verändern, um eine Gemeinschaft zu schaffen, die nicht auf Hierarchien und Verwertung basiert, sondern auf Wertschätzung oder gar Gleichberechtigung von menschlichen und nicht-menschlichen Subjekten? Es reicht nicht, die Natur zu schützen, damit sie dem Menschen als dienendes Territorium erhalten bleibt. Wir müssen lernen, sie – wieder – als Lebensraum für alle zu begreifen.

Mit Eva von Redecker, Philosophin, Autorin des Buches „Revolution für das Leben“
Andreas Weber, Biologe, Philosoph und Publizist
Moderation: Amina Aziz, Journalistin und politische Bildnerin

Die Philosophin, Autorin und Publizistin Eva von Redecker beschreibt sich als „kritische Theoretikerin und feministische Philosophin“. Nach ihrem Studium der Philosophie, Geschichte und Literaturwissenschaften in Kiel, Tübingen, Cambridge und Potsdam arbeitete sie an der Humboldt-Universität in Berlin sowie in Cambridge und New York. Momentan ist sie Marie-Skłodowska-Curie-Fellow an der Universität von Verona und forscht über Autoritarismus und Phantombesitz. Neben zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen schrieb sie 2019/20 ihr an ein breiteres Publikum gerichtetes Buch „Revolution für das Leben. Philosophie der neuen Protestformen“. Ausgehend von einer messerscharfen Analyse des Ist-Zustands unserer vom Kapitalismus beherrschten Gesellschaft diskutiert sie neue Formen des Protests als Grundvoraussetzungen für Veränderung und Wandel.

Andreas Weber, der in Berlin, Freiburg, Hamburg und Paris Biologie und Philosophie studierte, arbeitet seit den 1990er Jahren als Schriftsteller und Journalist, zudem unterrichtet er an der Universität der Künste in Berlin. In seinen literarischen Sachbüchern (wie „Lebendigkeit. Eine erotische Ökologie“, 2014, oder „Indigenialität“, 2018) setzt sich Weber dafür ein, die mechanistische Interpretation von Lebensphänomenen zu überwinden. Erst wenn das Verhältnis von Mensch/Natur nicht mehr von „Kontrolle" bestimmt ist, sondern von "Teilhabe“, kann eine neue Ökonomie geschaffen werden und die Krise wirkungsvoll bekämpft werden.

Die Journalistin Amina Aziz hat Islamwissenschaft in Hamburg, Damaskus und Teheran studiert. Sie hat u.a. zu Postkolonialismus, Islamismus, Feminismus, Rassismus sowie transnationaler Drogenpolitik geforscht und gearbeitet. Nach ihrem Studium war sie als Politikberaterin und wissenschaftliche Mitarbeiterin für Abgeordnete im Bundestag und einem Landesparlament tätig. Als freie Journalistin und Moderatorin setzt sie sich mit den Auswirkungen des Kapitalismus auseinander. Sie entwickelt und moderiert außerdem Audioformate zum Beispiel für das Kunstmuseum Basel und schreibt über Filme und Serien im Missy Magazin.

Die Gesprächsreihe „Vom Denken zum Handeln“ eröffnet den OPEN SPACE am 12. November und setzt sich an fünf ausgewählten Sonntagen fort. Die Themen wurden in Gesprächen mit Vertreter*innen verschiedener gesellschaftlicher Gruppen in Düsseldorf, darunter lokale Umweltinitiativen und Migrant*innen-Selbstorganisationen formuliert.


Online-Talk im Livestream und mit Übertragung in den OPEN SPACE
Für den Livestream ist keine Anmeldung erforderlich. Sie finden den Link in Kürze hier.

Laufzeit:
So, 30.1., 11 – 13 Uhr

Besucher*innenservice

Fragen und Informationen zur Anmeldung
Tel +49 (0)211 8381-204
mobil +49 (0)151 1161 8090
service@kunstsammlung.de
Montag – Donnerstag 10 – 17 Uhr
Freitag 10 – 13 Uhr

Ein Test-, Impf- oder Genesungsnachweis für den Besuch ist nicht mehr erforderlich. Empfohlen wird das Tragen einer medizinischen Maske und das Einhalten der allgemeinen Hygienevorschriften und des Sicherheitsabstands von mindestens 1,5 Metern.