Raqs Media Collective im K21

Die Auseinandersetzung mit Zeit, Sprache und Geschichte steht im Zentrum der künstlerischen Arbeit des 1992 in Neu-Delhi gegründeten Raqs Media Collective. Unter Einsatz verschiedener Medien vereinen die drei Mitglieder Jeebesh Bagchi (*1966), Monica Narula (*1969) und Shuddhabrata Sengupta (*1968) zeitgenössische Kunstpraxis mit historischer und philosophischer Spekulation, Geschichtsforschung und Theorie, wobei sie soziale und politische Bedingungen im globalen Kontext in den Blick nehmen. Ausgangspunkt der Ausstellung ist Raqs' Faszination für das Phänomen Zeit, ein Thema, das die Künstler bereits seit den Anfängen ihrer Zusammenarbeit intensiv beschäftigt.

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Führungen und Programm zur Ausstellung im K21

Einmal im Monat sonntags findet in der Ausstellung von Raqs Media Collective die Expertenführung "Gemischtes Doppel" statt. Am 13. Mai sind Raqs im Kontext der zeitgenössischen indischen Kunstszene Thema des Gesprächs zwischen Vidya Shivadas, Kuratorin aus Neu-Delhi, und Künstlerin Susanne Ristow. Allgemeine öffentliche Führungen durch die Ausstellung werden dienstags um 16.30 Uhr sowie sonn- und feiertags um 15.00 Uhr angeboten (Ausnahme: Termine des "Gemischten Doppels"). Die Teilnahme an den Führungen ist im Eintrittspreis inbegriffen, um Anmeldung beim Besucherservice wird gebeten.

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Douglas Gordon im K20: "k.364"

In der Grabbe Halle des K20 präsentiert der international renommierte schottische Künstler Douglas Gordon seine eindrucksvolle Videoinstallation "k.364" (2010). In dieser 50-minütigen Arbeit, die auf zwei doppelseitigen Projektionsflächen gezeigt wird, folgt der Künstler zwei israelischen Musikern polnisch-jüdischer Herkunft auf einer Bahnreise von Berlin nach Warschau, wo sie in der Nationalphilharmonie Mozarts "Sinfonia Concertante für Violine, Viola und Orchester Es-Dur KV 364" aufführen werden. Die Installation wird bis zum 19. August zu sehen sein. Eintritt frei!

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Kinder-Workshop: Die Suche nach der verlorenen Zeit

Kann man Zeit verlieren? Und wenn ja, wie findet man sie wieder? Fragen, denen auch die Künstlergruppe Raqs Media Collective in ihrer Arbeit nachgeht. Begleitend zur Ausstellung im K21 findet in den Pfingstferien vom 23. bis 25. Mai dieser Workshop für Kinder zwischen 7 und 9 Jahren statt. In der Medienwerkstatt machen die jungen Museumsbesucher/innen eine Zeitreise und experimentieren mit verschiedenen Filmtechniken. Weitere Informationen und Anmeldung beim Besucherservice.

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Programm im Schmela Haus: Veranstaltungen im Mai

Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen lädt alle an Kunst und Kultur Interessierten zu Dialog, Debatte und Diskussion ins Schmela Haus ein. Am 17. Mai ist María do Mar Castro Varela mit dem Vortrag "Den Kanon irritieren" zu Gast im Schmela Haus. Die Professorin der Alice Salomon Hochschule, Berlin, trägt damit zur Veranstaltungsreihe "museum global" bei. Eine Woche später widmet sich ein weiterer Termin dem mehrjährigen Forschungs- und Ausstellungsprojekt. Zu einem Abend mit Vidya Shivadas lädt die Kunstsammlung alle Interessierten am 24. Mai ein. Shivadas ist Stipendiatin des Goethe Residency Program und spricht über ihre kuratorische Tätigkeit als Direktorin der Foundation of Indian Contemporary Art in New Dehli. Beginn jeweils 19.00 Uhr, Eintritt frei.

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"in orbit" im K21: Installation wieder geöffnet

Über der Piazza des K21 schwebt in mehr als 25 Meter Höhe die riesige Rauminstallation "in orbit" des Künstlers Tomás Saraceno. Es ist eine Konstruktion aus Stahlnetzen, die in drei Ebenen unter der gewaltigen Glaskuppel aufgespannt ist. Innerhalb der insgesamt 2.500 Quadratmeter umfassenden Netzstruktur sind ein halbes Dutzend "Sphären", luftgefüllte Kugeln von bis zu 8,50 Metern Durchmesser, platziert. Besucher können die transparente Installation betreten und sich auf den drei Ebenen zwischen den Kugeln frei bewegen. Die Installation ist nach durchgeführten Wartungsarbeiten nun wieder für die Begehung geöffnet. Aktuelle Informationen im Bereich "Öffnungszeiten" sowie telefonisch über den Besucherservice unter Tel +49 (0)211. 83 81-204.

Studio Tomás Saraceno © 2017
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Raqs Media Collective: Katalog zur Ausstellung

Zur Ausstellung "Raqs Media Collective" ist ein Katalog erschienen, der Texte von und über das indische Künstlerkollektiv enthält. Die für die Kunstsammlung konzipierte Überblicksschau umfasst sowohl aktuelle als auch frühere Werke und wird in enger Zusammenarbeit mit den Künstlern entwickelt. Die Publikation wurde im Kerber Verlag herausgegeben und hat 168 Seiten (Hardcover, 20 x 27 cm). Erhältlich mit dem Beginn der Ausstellung an den Kassen und im Webshop zum Museumspreis von 28,- Euro.

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Vorschau K20: Anni Albers ab 9. Juni

Ab dem 9. Juni präsentiert die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen im K20 eine neue Ausstellung, auf die wir Sie schon jetzt aufmerksam machen möchten: Anni Albers stellt eine außergewöhnliche Künstlerin vor, die ihr beeindruckendes und vielseitiges Werk in erster Linie in der Technik des Webens geschaffen hat. Anni Albers (1899–1994) studierte in den 1920er Jahren am innovativen Bauhaus in Weimar und Dessau, wo Paul Klee, Wassily Kandinsky und auch ihr Ehemann Josef Albers lehrten. Albers verband eine uralte Kulturtechnik mit moderner künstlerischer Praxis und etablierte das Weben als vollwertige Kunstform, ohne dabei je die nützlichen Aspekte zu vernachlässigen. Die umfangreiche Ausstellung wird vom 9. Juni bis 9. September zu sehen sein und ist organisiert von der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen und der Tate Modern, London.

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Sammlung der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen

Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen wurde 1961 gegründet. Grundstock bildet der Ankauf einer Gruppe von Paul-Klee-Werken durch das Land NRW. Damit sollte der von den Nationalsozialisten verfolgte Künstler gewürdigt werden, der bis 1933 Lehrer an der Düsseldorfer Kunstakademie war. Heute kennzeichnet die Kunstsammlung eine einzigartige Auswahl von Avantgarde-Gemälden des 20. Jahrhunderts: Die Bilder von Henri Matisse, Pablo Picasso, Ernst Ludwig Kirchner, Wassily Kandinsky oder Jackson Pollock sind Zeugnisse der Geschichte und eröffnen Visionen künftiger Gesellschaften. Im K20 sind prägende Kunstströmungen des 20. Jahrhunderts zu sehen wie Kubismus oder Surrealismus, Pop und Minimal Art. Im K21 wird internationale Kunst seit den 1980er Jahren präsentiert, darunter Rauminstallationen, Fotografie und Video.

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Präsentationen im K21

Die Künstlerräume stehen im Zeichen von Bühne, Theater und Inszenierung. Inge Mahn verbindet Alltagsgegenstände mit Architektur. In Anlehnung an die Minimal Art tragen ihre Werke aus Gips durchgängig Weiß als Farbe. Und die Dinge, die sie verwendet, sind auf Grundformen zurückgeführt, bevor sie in einen Dialog mit dem Raum treten. Ulla von Brandenburgs Arbeiten kennzeichnen dagegen etwas Verführerisches, ja fast Dekoratives. Sie erinnern an surreale Welten und bühnenhafte Inszenierungen. Auch Eva Kot’átková entwirft Bühnen mit surrealen Objekten und Collagen. Es handelt sich um Fragmente und Käfige, die an Repressionen aus der Kindheit und der Erziehung erinnern und dazu dienen, bestehende Normen zu hinterfragen.

Ulla von Brandenburg, Two Times Seven, 2017, Installationsansicht K21 Ständehaus, Foto: Achim Kukulies
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